Mittwoch, 13. November 2013
Hunger, Nacht, Rythmus. Die Nacht ist kalt auf den Straßen, und die Nacht ist laut. Nicht von Gesprächen, nicht von Gedanken. Von Rythmen. Musik rinnt über den Asphalt, sie feiern, aber sie wissen nicht einmal, was. Keiner will die Nacht so endlos, leise und kalt haben, wie sie sein könnte. Wie sie sein sollte. Im Minutentakt wird serviert, gefressen, gezahlt. Gefeiert. Die Menschen fressen, nicht, weil sie Hunger haben, sondern nur, um nicht an die Leere zu denken, an die Nacht. Und die, die die Nacht fühlen können, wie sie ist, die hungern wirklich, und sie frieren. Und ihr Hunger ist ein anderer, aber auch der kann nicht gesättigt werden, weil es den anderen Hunger gibt, den, von dem man sich abzulenken sucht. Und im Minutentakt wird gehungert, gefragt, gestorben. Gezweifelt.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen